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Bei einer größeren Schadenslage oder im Katastrophenfall muss in der Regel mit einer Vielzahl verletzter und evakuierter Personen gerechnet werden.

Die Erfahrungen aus mehreren schrecklichen Ereignissen in der jüngeren Vergangenheit, wie der Tsunami-Katastrophe, der Elbeflut 2002 oder dem Zugunglück in Eschede, zeigen die Notwendigkeit der Arbeit des Suchdienstes und seiner Vermissten-Auskunftsstellen.

Verwandte, Bekannte und Freunde von Opfern können sich in einer Krisensituation an die Auskunftsstellen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wenden, um sich über einen vermissten Angehörigen zu informieren.

Diese Stellen mit der DRK-internen Bezeichnung Landes- bzw. Kreisauskunftsbüro werden in den DRK-Landes- und Kreisverbänden mit überwiegend ehrenamtlichem Personal betrieben.

In einer Vermissten-Auskunftsstelle des DRK-Suchdienstes werden die Informationen über die Betroffenen von Schadensereignissen gesammelt, systematisiert und ggf. aufbereitet. Durch diese Systematik stehen die Informationen für eine qualifizierte und schnelle Auskunft an suchende Angehörige zur Verfügung. Wesentliche Grundlage bildet hierbei die Registrierung der Betroffenen direkt in den Sammelstellen im Schadensgebiet oder später in den Krankenhäusern bzw. Notunterkünften.

Die PASS-NRW

Da erfahrungsgemäß bei einer Katastrophe die Leistungsfähigkeit einer solchen örtlichen Personenauskunftsstelle sehr schnell erreicht ist, hat das Land Nordrhein-Westfalen je eine Landes-Personenauskunftsstelle in Münster und in Köln eingerichtet. Die PASS Westfalen, räumlich eingerichtet am Institut der Feuerwehr in Münster, ist organisatorisch der Bezirksregierung Münster zugeordnet.

Besetzt wird die PASS-NRW mit dem Personal aus den örtlichen Personenauskunftsstellen, oft also mit dem Personal des DRK-Suchdienstes vor Ort in den Kreisverbänden. Um die örtlichen Rotkreuzler im Falle eines Großschadensereignisses zu entlasten werden die beiden Standorte über Kreuz betrieben - d.h. immer wenn es zu einem Großschadensereignis in Westfalen kommt, wird die PASS in Köln eingerichtet und bei Großschadensereignissen im Rheinland wird die PASS in Münster eingerichtet.